Mexiko kündigte am 2. Juli an, dass Passinhaber aus Kenia, Nigeria, Ghana, Südafrika, Äthiopien, Tansania, Uganda, Ruanda, Senegal, der Elfenbeinküste, Marokko und Ägypten ab dem 1. August 2026 visafrei für bis zu 180 Tage einreisen dürfen. Beamte nannten wachsende Handelsbeziehungen und die Erholung des Tourismus nach der Pandemie als zentrale Gründe. Die Änderung passt zu Mexikos Ziel, die Zahl afrikanischer Besucher in diesem Jahr um 40 Prozent zu steigern.
Aktuell dauert die Visabearbeitung für diese Nationalitäten durchschnittlich 25 Tage und kostet 50 US-Dollar. Die neue Regelung entfällt sowohl die Wartezeit als auch die Gebühr für Kurzzeitaufenthalte. Daten des mexikanischen Tourismusverbands zeigen, dass die Zahl der afrikanischen Ankünfte 2025 auf 185.000 stieg – ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Im Hintergrund hat Mexiko seit 2023 Visaerleichterungen kontinuierlich ausgeweitet, um seine Besucherstruktur über Nordamerika und Europa hinaus zu diversifizieren. Ähnliche Abkommen bestehen bereits mit mehreren asiatischen und osteuropäischen Ländern. Die afrikanische Erweiterung folgt erfolgreichen Pilotprojekten an den Flughäfen von Cancún und Mexiko-Stadt.
Was das für Sie bedeutet
Buchen Sie jetzt Flüge ab August, da mit einem starken Nachfrageanstieg gerechnet wird. Führen Sie einen Nachweis über die Weiterreise und ausreichend finanzielle Mittel mit, um die Einwanderungsbeamten an der Grenze zu überzeugen. Vermeiden Sie es, die 180-Tage-Grenze zu überschreiten, um künftige Einreiseverbote zu verhindern.
Prüfen Sie die Websites der Fluggesellschaften auf eventuell zusätzlich erforderliche Dokumente trotz der Regeländerung. Familien sollten bestätigen, dass die Reisebestimmungen für Kinder unter dem neuen Rahmen unverändert bleiben.
Längerfristige Besucher, die länger als sechs Monate bleiben möchten, müssen weiterhin ein entsprechendes Visum bei mexikanischen Konsulaten beantragen. Die Regelung wird 2027 einer jährlichen Überprüfung unterzogen.
