Die Europäische Kommission hat die Ausnahme am 27. Juni genehmigt, nachdem Tests an den Flughäfen Schiphol, Frankfurt und Charles de Gaulle hohe Genauigkeitsraten zeigten. US- und kanadische Bürger müssen künftig nur noch einen einmaligen Gesichtsscan statt Fingerabdrücke für das Einreise-/Ausreisesystem durchführen. Die Änderung gilt für Ankünfte bis Dezember 2026, während die vollständige Einführung für andere Nationalitäten weiterläuft.
Zu den teilnehmenden Flughäfen gehören Amsterdam, Frankfurt, Paris CDG, Madrid, Rom Fiumicino, Zürich, Wien, Brüssel, Dublin, Lissabon, Stockholm und Helsinki. Automatisierte Gates werden 70 Prozent der berechtigten Passagiere abfertigen. Die EU erwartet, jährlich zusätzlich 8 Millionen nordamerikanische Besucher mit weniger Personal zu bearbeiten.
Im Hintergrund wurde das EES-System 2025 eingeführt, um manuelle Stempel zu ersetzen und Überaufenthalte zu erfassen. Anfängliche Verzögerungen führten zu Beschwerden von Airlines und Tourismusverbänden. Die teilweise Ausnahme berücksichtigt Rückmeldungen aus wichtigen Quellmärkten und wahrt gleichzeitig Sicherheitsstandards.
Was das für Sie bedeutet
Registrieren Sie Ihre Passdaten vor der Reise über die EU-App, um den Zugang zu den Gates zu beschleunigen. Wählen Sie möglichst Flüge zu teilnehmenden Flughäfen, um längere Warteschlangen zu vermeiden. Führen Sie eine ausgedruckte Kopie Ihres Rückflugtickets als Backup für das automatisierte System mit.
Geschäftsreisende auf Kurzreisen sollten beachten, dass die 90-Tage-Grenze weiterhin gilt und nun elektronisch erfasst wird. Familien mit Kindern unter 12 Jahren bleiben an diesen Gates von allen biometrischen Anforderungen befreit.
