Das US-Außenministerium hat seine Reisewarnung am 22. Juni aktualisiert und den Süden der Philippinen auf Stufe 3 „Reisen überdenken“ angehoben. Die Änderung gilt speziell für Palawan, den Sulu-Archipel und West-Mindanao, wo Entführungsfälle im vergangenen Jahr um 14 Prozent zunahmen. Reisenden wird geraten, nur unbedingt notwendige Reisen in diese Gebiete zu unternehmen.
Die lokalen Behörden haben die Marinepatrouillen um beliebte Tauchplätze verstärkt, doch die Warnung weist darauf hin, dass die Reaktionszeiten auf abgelegenen Inseln mehr als vier Stunden betragen können. Die US-Botschaft in Manila führt nun eine eingeschränkte Reiseliste für Regierungsmitarbeiter, die diese Provinzen einschließt. Im letzten Quartal wurden keine spezifischen Vorfälle mit US-Bürgern gemeldet.
Das philippinische Tourismusministerium verzeichnete 2025 1,8 Millionen ausländische Besucher in Palawan und befürchtet, dass die Warnung die Ankünfte in diesem Sommer um 25 Prozent reduzieren könnte. Versicherer haben begonnen, Zuschläge von 18 bis 35 Dollar pro Tag für Policen in den betroffenen Regionen zu erheben.
Die Regionalregierungen haben eine öffentliche Sicherheitskampagne gestartet, die neue Notrufnummern und eine verstärkte Polizeipräsenz an den Flughäfen von Puerto Princesa und Davao umfasst. Nachbargebiete wie Cebu und Boracay bleiben auf Stufe 2.
Was das für Sie bedeutet
Prüfen Sie Ihre Reiseversicherung und fügen Sie bei Reisen nach Palawan eine Entführungs- und Lösegeldversicherung hinzu. Registrieren Sie sich vor der Abreise im Smart Traveler Enrollment Program der US-Botschaft und teilen Sie Ihren Reiseplan mit der Familie. Erwägen Sie alternative Ziele wie Cebu oder Nord-Luzon, wo die Warnstufen niedriger sind.
Buchen Sie stornierbare Hotelraten und Flüge mit flexiblen Umbuchungsoptionen für den Fall, dass die Warnung weiter verschärft wird. Vermeiden Sie abgelegene Strände nach Sonnenuntergang und nutzen Sie nur vom Hotel organisierte Transporte zwischen Flughäfen und Resorts.
Überwachen Sie die Website des Außenministeriums wöchentlich, da die Warnung im September anhand von Sicherheitsbewertungen erneut geprüft wird.
