Das US-Außenministerium hat seine Warnung für die Provinz Zentral-Java am 18. Juni 2026 auf Stufe 2 angehoben und begründete dies mit anhaltenden Ausbrüchen am Mount Merapi. Die Warnung gilt in einem Radius von zehn Kilometern um den Krater, wo Aschefall und pyroklastische Ströme weiterhin möglich sind. Reisende müssen die lokalen Warnungen des indonesischen Zentrums für Vulkanologie beachten.
Stufe 2 rät zu erhöhter Vorsicht, schränkt Reisen jedoch nicht grundsätzlich ein. Airlines wie Garuda Indonesia führen den regulären Betrieb am Flughafen Yogyakarta, 30 Kilometer vom Vulkan entfernt, fort. Versicherer verlangen nun Zusatzversicherungen für vulkanische Aktivität bei Policen für die Region.
Indonesien verzeichnete seit Januar 47 Ausbrüche am Merapi, der stärkste erreichte Aschewolken bis 8000 Meter Höhe. Der Tourismus zum nahe gelegenen Borobudur-Tempel ging laut lokalen Anbietern im vergangenen Monat um 18 Prozent zurück.
Ähnliche Warnungen wurden früher im Jahr für Island und Hawaii bei vergleichbaren Ereignissen herausgegeben. Die US-Botschaft in Jakarta koordiniert täglich mit indonesischen Behörden.
Was das für Sie bedeutet
Verschieben Sie Wanderungen auf den Merapi-Pfaden und wählen Sie sicherere Ziele wie Prambanan oder die Strände von Seminyak. Laden Sie vor der Abreise die App MAGMA Indonesia für Echtzeit-Ausbruchsmeldungen herunter.
Wählen Sie Hotels im westlichen Yogyakarta, abseits der östlichen Hänge, und nehmen Sie N95-Masken für mögliche Aschebelastung mit. Bestätigen Sie, dass Ihre Reiseversicherung vulkanische Störungen ohne Aufpreis abdeckt.
Künftige Warnungen könnten auf Stufe 3 angehoben werden, falls die Aktivität zunimmt, und damit kurzfristige Reiseplanänderungen für Juli-Besucher erzwingen.
