Das mexikanische Migrationsinstitut verlängert ab dem 1. Juli 2026 den erlaubten Aufenthalt für US- und kanadische Staatsbürger bei der Einreise auf dem Landweg auf 180 Tage, ohne dass eine FMM-Touristenkarte erforderlich ist. Bisher war die Aufenthaltsdauer an vielen Grenzübergängen auf 30 Tage beschränkt. Die bereits geltende 180-Tage-Regelung für Fluganreisen bleibt unverändert.
Die Reform betrifft die großen Übergänge Tijuana, Mexicali, Nogales, Ciudad Juárez und Nuevo Laredo. Die Behörden rechnen mit einer Verkürzung der Bearbeitungszeiten um 35 Prozent. Gleichzeitig erhöht Mexiko die Zahl stichprobenartiger Fahrzeugkontrollen, um die Sicherheitsstandards aufrechtzuerhalten.
Reisende müssen weiterhin einen gültigen Reisepass vorlegen und können aufgefordert werden, einen Nachweis über die Weiterreise oder ausreichende finanzielle Mittel zu erbringen. Überschreitungen der 180-Tage-Frist werden mit Bußgeldern ab 3.000 Pesos geahndet. Die Änderung folgt auf bilaterale Gespräche zur Erleichterung des Grenzverkehrs bei gleichzeitiger Bekämpfung irregulärer Migration.
Was das für Sie bedeutet
Führen Sie bei der Einreise mit dem Auto oder Bus Ihren Reisepass sowie eine ausgedruckte Rückfahrkarte oder Kreuzfahrt-Reiseroute mit. Laden Sie die offizielle App der mexikanischen Einwanderungsbehörde herunter, um Ihre erlaubte Aufenthaltsdauer zu verfolgen. Verlassen Sie sich nicht auf mündliche Angaben von Grenzbeamten bezüglich des genauen Ablaufdatums.
Planen Sie Roadtrips entsprechend, da die neue Regelung häufige Aus- und Wiedereinreisen überflüssig macht. Bewahren Sie digitale Kopien aller Einreisedokumente für den Fall von Fahrzeugkontrollen auf.
