Das japanische Außenministerium kündigte am 5. Juni an, dass die visumfreie Einreise für Staatsangehörige aus Thailand, Malaysia und Vietnam für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen verlängert wird. Die Maßnahme tritt am 1. August 2026 in Kraft und läuft bis Dezember 2028. Beamte rechnen mit jährlich zusätzlich 1,2 Millionen Besuchern aus diesen drei Ländern.
Die Anmeldung für das Programm startet am 15. Juli über ein neues Online-Portal zur Vorregistrierung. Genehmigte Reisende erhalten eine digitale Genehmigung, die zwei Jahre gültig ist. Die Änderung steht im Einklang mit Japans Ziel von 60 Millionen ausländischen Besuchern bis 2030.
Im Hintergrund hatte Japan vergleichbare Ausnahmen bereits seit 2023 für Singapur und Südkorea eingeführt. Tourismuszahlen aus dem Jahr 2025 zeigten einen Anstieg der Ankünfte aus visumfreien ASEAN-Märkten um 34 Prozent. Regierungsanalysten führen die früheren Regelungen darauf zurück, dass die Branche wieder das Niveau vor der COVID-Pandemie erreicht hat.
Branchenverbände wie die Japan National Tourism Organization begrüßten die Ausweitung. Sie verzeichneten ein wachsendes Interesse an Sekundärstädten wie Fukuoka und Sapporo. Die Hotelbelegungsraten in diesen Zielen sollen bis Ende 2027 um 18 Prozent steigen.
Was das für Sie bedeutet
Thailändische, malaysische und vietnamesische Passinhaber sollten die kostenlose Online-Voranmeldung mindestens 72 Stunden vor Abflug abschließen. Reisende müssen wie üblich einen Nachweis über die Weiterreise und ausreichende Mittel mitführen. Buchen Sie keine nicht erstattungsfähigen Tickets, bevor die digitale Genehmigung vorliegt.
Reisende mit Mehrfachvisa können diese bis zum Ablauf weiter nutzen. Familien müssen jedes Mitglied, einschließlich Kinder, separat registrieren. In den Sommerferien kann es an der Einreise zu längeren Wartezeiten kommen.
Die Regelung dürfte längere regionale Reiserouten fördern, die Japan mit Nachbarländern kombinieren. Buchen Sie Inlandsflüge innerhalb Japans frühzeitig, sobald die Ausnahme gilt.
