Das australische Außenministerium hat die Reisewarnung für Papua-Neuguinea am 29. Mai 2026 auf Stufe 3 angehoben. Die neue Einstufung rät Bürgern, nicht unbedingt notwendige Reisen zu überdenken, da sich Stammeskonflikte und Kriminalität verschärfen. Port Moresby und Lae bleiben auf Stufe 2, während die Highlands-Region auf Stufe 4 liegt.
Bei jüngsten Auseinandersetzungen in der Provinz Enga kamen im Mai allein mindestens 28 Menschen ums Leben. Entführungsfälle, die ausländische Arbeitnehmer betreffen, nahmen im Jahresvergleich um 40 Prozent zu. Die Gesundheitsinfrastruktur außerhalb der Großstädte gilt als unzureichend für schwere Verletzungen.
Australische Staatsbürger, die sich bereits in Papua-Neuguinea aufhalten, werden aufgefordert, sich zurückzuhalten und große Menschenansammlungen zu meiden. Die Regierung hat zusätzliches Konsularpersonal in Port Moresby eingesetzt. Eine Evakuierungsversicherung wird allen Besuchern dringend empfohlen.
Geschäftsreisende müssen sich bei der australischen Hochkommission nach der Ankunft registrieren. Bergbau- und Energieunternehmen haben Expatriate-Familien vorübergehend aus den betroffenen Provinzen verlegt. Die Fluggesellschaften führen den regulären Betrieb fort, haben jedoch zusätzliche Sicherheitsbriefings für das Personal eingeführt.
Reiseversicherungen können nun den Versicherungsschutz für die Highlands-Region ausschließen. Reiseveranstalter haben alle Trekking-Pakete bis September abgesagt. Die Warnung wird monatlich überprüft.
Die Einreisebestimmungen Papua-Neuguineas wurden nicht geändert, doch Reisende sollten einen Nachweis über die Weiterreise und ausreichende Mittel mitführen. Australier sind mit 45.000 Ankünften im Jahr 2025 die größte Touristengruppe in Papua-Neuguinea. Die Behörden raten zur ständigen Beobachtung der lokalen Medien wegen möglicher plötzlicher Ausgangssperren.
