Das japanische Kabinett hat am 24. Mai 2026 die erweiterte Visumbefreiung für Inhaber thailändischer und vietnamesischer Pässe genehmigt. Die neue 90-Tage-Regelung gilt für Tourismus und kurze Geschäftsreisen. Reisende müssen weiterhin die Online-Voranmeldung über das Visit-Japan-Web-System abschließen.
Die Änderung reagiert auf die starke Erholung des Tourismus aus Südostasien und Forderungen der Tourismusbranche. Thailand und Vietnam bieten japanischen Staatsbürgern bereits 90 Tage visafreien Aufenthalt. Die japanische Einwanderungsbehörde wird Erstbesucher aus beiden Ländern verstärkt prüfen.
Thailändische und vietnamesische Reisende, die länger als 90 Tage bleiben möchten, müssen im Voraus ein entsprechendes Visum beantragen. Überziehungen ziehen Bußgelder von 10.000 Yen pro Tag und mögliche Abschiebung nach sich. Die Regelung erstreckt sich derzeit nicht auf andere ASEAN-Staaten.
Fluggesellschaften zwischen Japan und Südostasien haben ihre Check-in-Systeme an die neuen Vorschriften angepasst. Die Flughäfen Haneda und Narita haben zusätzliche Spuren für den erhöhten Passagieraufkommen eingerichtet. Die Japan National Tourism Organization wird Werbekampagnen in Bangkok und Hanoi starten.
Besucher sollten sicherstellen, dass ihre Pässe mindestens sechs Monate über das geplante Abreisedatum hinaus gültig sind. Die 90-Tage-Frist kann in Japan nicht verlängert werden. Geschäftsreisende, die an Meetings teilnehmen, dürfen die vollen 90 Tage ohne zusätzliche Genehmigungen bleiben.
Japan wird die Regelung nach sechs Monaten bewerten und möglicherweise weitere Verlängerungen prüfen. Ähnliche Abkommen werden mit Malaysia und Indonesien diskutiert. Reisende werden daran erinnert, dass bei der Ankunft weiterhin Zollanmeldungen erforderlich sind.
