Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde und mexikanische Behörden haben am 1. Juni 2026 ein neues Vorabkontrollsystem an der Landgrenze aktiviert. Der Pilotbetrieb läuft an den Übergängen Tijuana/San Diego und Ciudad Juárez/El Paso. Vorab zugelassene Reisende erledigen die US-Einwanderungs- und Zollformalitäten bereits in Mexiko.
Die Anmeldung erfordert einen gültigen Reisepass und eine Hintergrundprüfung über die CBP-One-App. Zugelassene Teilnehmer erhalten einen 90 Tage gültigen QR-Code. Die durchschnittlichen Wartezeiten sind bereits von 90 Minuten auf unter 50 Minuten in den Morgenstunden gesunken.
Der kommerzielle Lkw-Verkehr profitiert von eigenen Spuren und verkürzt Verzögerungen bei Frischprodukt-Importen. Die Pkw-Spuren bewältigen nun 1200 Fahrzeuge pro Stunde an jedem Standort. Beide Regierungen planen die Ausweitung auf vier weitere Übergänge bis Ende 2027.
Datenschutzaktivisten äußerten Bedenken wegen des Datenaustauschs zwischen den beiden Ländern. Mexikanische Tourismusbehörden erwarten reibungslosere grenzüberschreitende Tagesausflüge aus Kalifornien und Texas. Das Programm schließt Personen mit früheren Einwanderungsverstößen aus.
Echtzeit-Wartezeitanzeigen sind auf der CBP-Website verfügbar. Vielfachreisende berichten von deutlichen Produktivitätsgewinnen durch schnellere Grenzübertritte. Die gemeinsame Schulung der Beamten wurde letzte Woche abgeschlossen.
Leistungsdaten werden ab September vierteljährlich veröffentlicht. Die Initiative steht im Einklang mit umfassenderen Modernisierungsbemühungen der nordamerikanischen Lieferketten. Beamte betonen, dass das Programm für alle Reisenden freiwillig bleibt.
