Das französische Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten hat seine Reisewarnung für die Region Île-de-France am 4. Juni 2026 auf Level 3 angehoben. Grund ist die Bestätigung bundesweiter Streiks im Schienen- und U-Bahn-Verkehr vom 20. Juni bis 15. Juli. Die Gewerkschaften von SNCF und RATP haben rollierende Arbeitsniederlegungen angekündigt, die TGV-, Regionalzüge und Pariser Métro-Linien betreffen.
Die Streikenden fordern höhere Löhne und kritisieren Rentenreformen. Reisenden wird geraten, nicht unbedingt notwendige Reisen nach Paris in diesem Zeitraum zu vermeiden. Alternative Verkehrsmittel wie Busse und Ride-Hailing-Dienste werden stärker nachgefragt und teurer.
Vergleichbare Streiks 2024 führten zu massiven Ausfällen und langen Verspätungen an großen Bahnhöfen. Tourismusunternehmen melden bereits einen Rückgang der Buchungen für Juli um 12 Prozent. Hotels im Zentrum von Paris bieten flexible Stornierungsbedingungen an, um Gäste zu halten.
Air France und Billigflieger legen zusätzliche Flüge von Regionalflughäfen auf, um den Druck auf die Schienenverbindungen zu mindern. Behörden empfehlen, die täglich von SNCF veröffentlichten Streikkalender zu verfolgen.
Was das für Sie bedeutet
Verschieben Sie TGV- oder Eurostar-Reisen möglichst auf Termine nach dem 15. Juli. Laden Sie die Apps Citymapper oder Google Maps herunter, um aktuelle Alternativrouten zu finden. Kalkulieren Sie mehr Zeit und Geld für Taxis oder private Transfers an Streiktagen ein.
Erwägen Sie eine Unterkunft an Flughäfen oder in Vororten mit direkter RER-Anbindung statt Hotels im Zentrum von Paris. Packen Sie leicht, falls Aufzüge ausfallen. Prüfen Sie die Umbuchungsregeln Ihrer Airline für betroffene Reisen.
Eine Reiserücktrittsversicherung mit Störungsschutz wird für Sommerbuchungen dringend empfohlen. Verfolgen Sie vor der Abreise die täglichen Updates auf den Websites der französischen Regierung.
