Kanada hat am 4. Juni bekannt gegeben, dass Bürger aller 27 EU-Staaten bis Ende 2027 visafrei einreisen dürfen. Die Verlängerung gilt für Aufenthalte von bis zu sechs Monaten und umfasst sowohl touristische als auch geschäftliche Reisen. Behörden rechnen mit jährlich 1,2 Millionen zusätzlichen Besuchern allein aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien.
Grenzbehörden setzen weiterhin das bestehende eTA-System für die elektronische Einreiseerlaubnis ein. Die Bearbeitung dauert bei den meisten Antragstellern weniger als zehn Minuten. Die Entscheidung steht im Einklang mit ähnlichen Verlängerungen für Großbritannien und Australien.
Im Hintergrund zeigt sich, dass Kanada 2025 rund 2,8 Millionen EU-Besucher empfing – ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Tourismusverbände aus British Columbia und Quebec hatten sich intensiv für die Verlängerung eingesetzt. Bundesdaten zufolge gibt jeder EU-Reisende durchschnittlich 1.850 kanadische Dollar pro Trip aus.
Die Kehrtwende folgt auf frühere Pläne, die Einreisebestimmungen 2026 zu verschärfen. Sie spiegelt verbesserte bilaterale Beziehungen nach erfolgreichen Handelsverhandlungen wider. Der Einwanderungsminister bestätigte die Entscheidung auf einer Pressekonferenz in Ottawa.
Was das für Sie bedeutet
Buchen Sie Flüge und Unterkünfte jetzt für Herbst 2026 oder Winter 2027, um von günstigeren Preisen zu profitieren, bevor die Nachfrage steigt. Beantragen Sie die eTA mindestens 72 Stunden vor Abflug, auch wenn die Genehmigung schnell erfolgt. Vermeiden Sie Last-Minute-Buchungen in den Sommermonaten, wenn die Schlangen an den Flughäfen länger werden.
Führen Sie Nachweise über die Weiterreise und ausreichende Mittel mit, da Beamte diese Unterlagen weiterhin verlangen können. Familien sollten darauf achten, dass die Pässe der Kinder für die gesamten sechs Monate gültig sind.
Die Reisezahlen werden 2027 voraussichtlich weiter steigen, daher sichert eine frühzeitige Planung bessere Hotelpreise und Flugverfügbarkeit an wichtigen Flughäfen wie Toronto und Vancouver.
