Das französische Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten gab die aktualisierte Warnung am 29. Mai heraus. Die Stufe-3-Einstufung gilt ab dem 5. Juni für Martinique, Guadeloupe und Saint Martin. Demonstrationen wegen Lebenshaltungskosten haben in den letzten Wochen zu Straßensperren und gelegentlicher Gewalt geführt.
Reisende werden aufgefordert, öffentliche Versammlungen zu meiden und flexible Reiserouten beizubehalten. Französische Staatsangehörige in den Gebieten sollten sich bei der örtlichen Botschaft registrieren und jederzeit einen Ausweis mitführen. Linienflüge verkehren weiterhin normal, können jedoch Verzögerungen erfahren.
Die Warnung betrifft nicht andere französische Karibikziele wie Saint-Barthélemy. Versicherungsanbieter haben begonnen, Ansprüche im Zusammenhang mit Stornierungen zu prüfen. Kreuzfahrtlinien, die die betroffenen Häfen anlaufen, haben Passagieren alternative Reiserouten angeboten.
Die lokalen Behörden haben zusätzliche Polizeieinheiten in den wichtigsten Touristengebieten stationiert. Hotels melden einen Rückgang der Buchungen um 15 Prozent für Juni. Das Ministerium wird die Lage alle zwei Wochen neu bewerten.
Besucher sollten die französische Regierungs-Reise-App herunterladen, um Echtzeitwarnungen zu erhalten. An einigen Geldautomaten wurden während der Proteste Bargeldengpässe gemeldet. Reisende werden ermutigt, mehrere Zahlungsmethoden mitzuführen.
Die Stufe-3-Einstufung liegt unter der Stufe-4-Empfehlung, von allen Reisen abzusehen. Französische Staatsbürger, die Reisen nach dem 20. Juni planen, sollten auf weitere Aktualisierungen achten. Konsularische Nothilfe bleibt über die örtliche Präfektur verfügbar.
