Das Pilotprogramm nutzt biometrische Gates, die an den Bahnhöfen Genf und Basel installiert wurden. Passagiere, die sich über die neue EU-Schweiz-App registrieren, erhalten einen 90 Tage gültigen QR-Code.
Züge auf den beiden Strecken halten nur noch für einen automatisierten 90-Sekunden-Scan statt der bisherigen 12-minütigen manuellen Kontrolle. Die Schweizerischen Bundesbahnen und die SNCF haben je Richtung vier zusätzliche tägliche Verbindungen aufgenommen, um der erwarteten Nachfrage gerecht zu werden.
Auch Güterverkehrsunternehmen profitieren von eigenen Spuren, wodurch die durchschnittliche Grenzaufenthaltszeit von 45 Minuten auf unter 10 Minuten sinkt. Die Änderung unterstützt Just-in-Time-Lieferketten zwischen Norditalien und Nordeuropa.
Datenschutzgruppen äußerten Bedenken hinsichtlich der Datenspeicherung, doch die Behörden versichern, dass biometrische Daten nach jeder Grenzüberquerung gelöscht werden, sofern kein Reisender auffällig wird.
Die anfängliche Kapazität ist auf 2.000 registrierte Nutzer pro Tag begrenzt; eine Erweiterung ist für September vorgesehen, falls das Pilotprojekt die Leistungsziele erreicht.
Der Schweizer Tourismusverband prognostiziert einen Anstieg der Bahnankünfte aus Frankreich und Deutschland um 9 Prozent während der Juli-August-Ferienzeit.
