Australien und Indonesien haben am 23. Mai eine Vorabfertigungsvereinbarung am Flughafen Denpasar abgeschlossen. Australische Border-Force-Beamte werden ab dem 1. August Schalter im internationalen Terminal betreiben. Das Programm umfasst alle Flüge nach Sydney, Melbourne und Brisbane.
Passagiere durchlaufen australische Einreise- und Zollkontrollen vor dem Boarding. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit sinkt von 55 auf 20 Minuten nach der Ankunft in Australien. Die Vereinbarung verarbeitet in Spitzenzeiten bis zu 2.400 Reisende täglich.
Indonesien profitiert von geringerer Überlastung an den eigenen Einreiseschaltern. Australische Beamte arbeiten unter einer gemeinsamen Führungsstruktur mit der indonesischen Polizei zusammen. Der Datenaustausch umfasst biometrische Daten und Watchlist-Informationen.
Die auf den Strecken tätigen Airlines melden verbesserte Pünktlichkeitsprognosen. Qantas und Virgin Australia haben zusätzliches Personal in Denpasar eingesetzt, um bei der Dokumentenprüfung zu helfen. Reisende müssen weiterhin indonesische Ausreisekarten vor der Vorabfertigung ausfüllen.
Berechtigte Passagiere sind australische Staatsbürger, Daueraufenthaltsberechtigte und Visuminhaber. Elektronische Reisezertifikate bleiben gültig und werden während der Vorabfertigung geprüft. Familien mit Kindern unter 16 Jahren erhalten Vorrangspuren.
Sicherheitsprotokolle verlangen, dass Beamte sowohl australische als auch indonesische Rechtsstandards einhalten. Beschwerden können bei der Aufsichtsbehörde beider Länder eingereicht werden. Der Pilotbetrieb läuft 12 Monate, bevor eine mögliche Ausweitung auf andere indonesische Flughäfen geprüft wird.
Branchenverbände erwarten, dass das Programm die Zahl australischer Besucher nach Bali im ersten Jahr um 12 Prozent steigert. Ähnliche Vereinbarungen bestehen bereits an den Flughäfen Singapur und Dubai. Beamte planen vierteljährliche Überprüfungen zur Bewältigung von Kapazitäts- und Personalerfordernissen.
