Die neuseeländische Einwanderungsbehörde kündigte die Abschaffung der Einreisekarten für australische Staatsbürger ab dem 1. Juni 2026 an. Die Entscheidung folgt auf erfolgreiche Tests automatisierter Grenzkontrollschleusen an den großen Flughäfen. Australier werden stattdessen die Gesichtserkennungstechnologie zur Einreise nutzen.
Die Regelung gilt für alle australischen Passinhaber unabhängig vom Aufenthaltsstatus in Neuseeland. Die bisherigen papierbasierten Einreisekarten werden innerhalb von vier Wochen schrittweise abgeschafft. Zollerklärungen werden in eine optionale digitale App überführt.
Grenzbeamte rechnen mit einer 30-prozentigen Verkürzung der durchschnittlichen Bearbeitungszeit in den Sommermonaten. Fluggesellschaften auf der Tasman-Route haben ihre Check-in-Systeme entsprechend angepasst. Tourism New Zealand begrüßte den Schritt als Förderung von Kurzreisen.
Australische Reisende sollten sicherstellen, dass ihre Pässe für die gesamte Dauer des Aufenthalts gültig sind. Personen mit Vorstrafen müssen weiterhin vor der Reise eine Visumfreistellung beantragen. Die Änderung betrifft nicht die Biosicherheits- oder Zollkontrollen.
Ähnliche vereinfachte Einreiseverfahren bestehen bereits für Neuseeländer, die nach Australien reisen. Gemeinsame Arbeitsgruppen prüfen weitere Integrationen der Grenzsysteme. Das neue Verfahren wird nach sechs Monaten Betrieb überprüft.
Flughafenbetreiber haben zusätzliche automatisierte Schleusen installiert, um das höhere Aufkommen zu bewältigen. Reisende werden gebeten, die neue Zoll-App vor der Abreise herunterzuladen. Die Regelung steht im Einklang mit Neuseelands Ziel von fünf Millionen jährlichen Besuchern bis 2028.
